Was genau ist eigentlich ein Kleinkredit?

Es muss nicht immer ein großer Kredit sein - eine neue Couch, ein Telefon oder welche Kosten auch immer ins Haus stehen: Es können auch kleine Beträge als Kredit vergeben werden. Diese Darlehen, die für kleine Beträge ausgeliehen werden, nennt man Kleinkredit. Diese Kleinkredite sind Ratenkredite - sie laufen über eine bestimmte Zeit in gleichen monatlichen Zahlungen. Ein Kleinkredit wird in der Regel wegen der geringen Kreditsumme meistens zu relativ günstigen Zinssätzen vergeben.

Dabei werden die Kreditzinsen eines Kleinkredits über den gesamten Zeitraum der Laufzeit hin festgelegt und ändern sich nicht mehr innerhalb der Kreditlaufzeit. Da die Höhe der monatlichen Belastung bekannt ist, gibt so ein Kleinkredit finanzielle Sicherheit. Auch wenn ein Kleinkredit gerne für die Erfüllung von Konsumwünschen genommen wird, so eignet sich dieser auch für die Umschuldung eines bestehenden Dispokredits. Solche Darlehen verfügen im Vergleich zu den Kontoüberziehungsgebühren deutlich günstigere Zinsen. In der Regel ist ein Kleinkredit nicht zweckgebunden, sodass der Schuldner ohne weiteres seine geliehene Kreditsumme für eine Umschuldung, für den Kauf von Möbeln oder für einen beliebigen anderen Zweck verwenden darf. 

 

Laufzeiten von Kleinkrediten

In Deutschland sind ca. 70% aller üblichen Ratenkredite im Privatbereich Kleinkredite. Solche Kredite haben meist relativ kurze Laufzeiten, was sie ihrer geringen Höhe zu verdanken haben. Dadurch wird die Zinshöhe dieses Kredits bedeutend beeinflusst. Im Vergleich zu einem größeren Ratenkredit müssen für den Erhalt von einem Kleinkredit keine großen Voraussetzungen erfüllt werden. Das Wichtigste dabei ist, dass der Kreditnehmer über ausreichend regelmäßiges Einkommen verfügt. Aus diesem Grund ist auch für einen Kleinkredit ein Kassensturz empfehlenswert, wobei man alle Ausgaben den Einnahmen gegenüberstellt. Wirklich ausschlaggebend für die Erteilung eines Kleinkredits gilt die Einschätzung über die Zuverlässigkeit und Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Vertrauen ist im Falle der Vergabe von einem Kleinkredit nämlich sehr wichtig. Der Kleinkredit ist eine Kreditart, die nicht an einem ganz bestimmten Verwendungszweck oder an ein fixes Finanzierungsziel gebunden ist. Die Laufzeiten liegen in der Regel bei zwölf bis zu 72 Monaten oder auch länger. Für einen Kleinkredit ist es auch wichtig zu berücksichtigen, dass auch hier Verwaltungskosten anfallen. Diese Verwaltungskosten können bei kleinen Summen so schnell unverhältnismäßig hoch ausfallen. Eine gute Kreditberatung ist hier sehr wichtig, da gerade bei Krediten mit einer kurzen Laufzeit attraktive Zinsen angeboten werden können. 

 

Was bei einem Kleinkredit zu beachten ist

 

Der Kleinkredit zählt zu den Ratenkrediten, die für einen bestimmten Zeitraum hinweg vereinbart worden sind, wobei die Rückzahlung des Betrags in festen monatlichen Raten erfolgt. Wenn man bei dem Abschluss von einem Kleinkredit möglichst viel Geld sparen möchte, so sollte man möglichst viele Angebote miteinander vergleichen und dabei die folgenden Aspekte beachten: Welche Höhe hat der Sollzinssatz? Welche Höhe beträgt der effektive Jahreszins? Wie hoch sind die Verwaltungs- und Bearbeitungskosten? Ist es möglich, gewisse Teilbeträge vorzeitig zurückzahlen zu können? Als Sollzinssatz wird der Zinssatz bezeichnet, welcher auf den Kleinkredit in einem Jahr angewendet wird. Jedes Jahr erhöht sich die Kreditsumme, die zurückgezahlt werden muss um den Sollzinssatz. Somit hat der Kreditnehmer die Sicherheit hinsichtlich der Höhe des zurückzuzahlenden Betrags. Besonders wichtig ist auch ein Blick auf den effektiven Jahreszins. Dieser Blick ist wichtig, um Auskunft über zu erwartende Kosten des Kredits zu bekommen, da er die Höhe der Gesamtkosten des Kredits angibt. Der effektive Jahreszins setzt sich nämlich aus anderen oft nicht beachteten Kosten und dem Sollzinssatz zusammen. Zu diesen anderen Kosten gehören die Abschlussgebühren, die Bearbeitungsgebühren sowie Provisionen. Viele Kreditgeber räumen die Option der vorzeitigen Rückzahlung des Kredits ein. Hierbei gilt es aber auch genau auf die eventuellen Gebühren wie Vorfälligkeitsentschädigungen zu achten. Diese können bei Rückzahlung erhoben werden, was aber vertraglich geregelt ist.